40 Jahre Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Sozialversicherung

40 Jahre der Zusammenarbeit der deutchen und polnischen Sozialversicherung Bild vergrößern (© Bartłomiej Ryży/ZUS) Die 40-jährige Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Sozialversicherung wurde mit einer Konferenz, einer Ausstellungseröffnung und einem Empfang gefeiert.

Anlässlich der 40-jährigen Anwendung des Deutsch-Polnischen Sozialversicherungsabkommens von 1975 widmete sich eine wissenschaftliche Konferenz am 24. April der „Angemessenheit der Altersrentensysteme“. Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Yasmin Fahimi, forderte in Ihrer Eröffnungsrede eine „doppelte Haltelinie“ auch für künftige Renten ‑ für das Leistungsniveau nach unten und für die Beiträge nach oben. Zur Eröffnung sprachen außerdem die Unterstaatssekretärin im Ministerium für Familie, Arbeit und Sozialpolitik, Elżbieta Bojanowska, sowie die Präsidentinnen der DRV Bund, Gundula Roßbach, und der ZUS, Gertruda Uścińska.

Der Rektor der Universität Warschau, Prof. Dr. habil. Marcin Pałys, eröffnete am Nachmittag die Ausstellung „In die Zukunft gedacht. Bilder und Dokumente zur deutschen Sozialgeschichte“ in der alten Universitätsbibliothek. Die Ausstellung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigt die Entwicklung des deutschen Sozialstaats vom Mittelalter bis heute. An der Paneldiskussion „Deutsche Sozialgeschichte – Lehren für die Gegenwart und Zukunft“ beteiligten sich Staatssekretärin Yasmin Fahimi, Unterstaatssekretär im Ministerium für Familie, Arbeit und Sozialpolitik, Marcin Zieleniecki, die Präsidentinnen Gundula Roßbach und Gertruda Uścińska und die Präsidentin a. D. der Europa-Universität Viadrina, Prof. Gesine Schwan.

40 Jahre Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Sozialversicherung Bild vergrößern (© Daniel Kucharski/BMAS)

Die Feierlichkeiten endeten mit einem Empfang in der Residenz des Botschafters Rolf Nikel. In Anwesenheit der Ministerin für Familie, Arbeit und Sozialpolitik, Elżbieta Rafalska, verlieh er Frau Prof. Dr. habil. Gertruda Uścińska, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. In seiner Laudatio würdigte Botschafter Nikel ihren Einsatz für die Zusammenarbeit mit Deutschland seit dem Prozess zum Beitritt Polens zur EU und bis heute als Präsidentin der ZUS. Als Wissenschaftlerin beteiligte sie sich an internationalen Forschungsprogrammen, organisierte mit ihren deutschen Kollegen gemeinsame Konferenzen und trug so zur Verbreitung anerkannter Rechtsstandards im Europäischen Arbeits – und Sozialrecht maßgeblich bei. 40 Jahre Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Versicherung Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft Warschau)

Ausstellung „In die Zukunft gedacht“ im Collegium Polonicum

Bild Vater und Tochter

Die Ausstellung über die deutsche Sozialgeschichte ist vom 23. Mai bis 29. September im Collegium Polonicum in Słubice zu sehen.