Gedenkfeiern an den Warschauer Aufstand

Botschafter Nikel legte am Grabmal des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft Warschau)

Am Vorabend des 73. Jahrestags des Warschauer Aufstands, dem 31. Juli, wurde mit einer Hl. Messe und dem Totenappell auf dem Krasiński-Platz der Opfer gedacht. Neben dem polnischen Staatspräsidenten Andrzej Duda, Vertretern aus Politik und Gesellschaft sowie Überlebenden des Aufstands nahm auch der deutsche Botschafter, Rolf Nikel, an dem Gedenkakt teil. Nach der Kranzniederlegung wurde unter dem Titel „Chłopcy z tamtych lat“ mit einem Konzert musikalisch an den Kampf gegen die Unterdrückung und für die Freiheit gedacht.

Am 1. August, dem eigentlichen Jahrestag, folgten Gedenkfeiern in ganz Warschau: u.a. auf dem Friedhof des Warschauer Aufstands in Wola, am Grabmal des Unbekannten Soldaten auf dem Piłsudski-Platz und am Denkmal für die Heimatarmee (Armia Krajowa). Botschafter Nikel legte am Grabmal des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder.

Um 17 Uhr – dem Zeitpunkt, zu dem der Aufstand ausbrach – ertönten in ganz Warschau die Kirchenglocken und Sirenen. Für eine Minute stand das Leben zur Erinnerung an die Opfer still.

Im Warschauer Aufstand erhob sich die Polnische Heimatarmee militärisch gegen die deutschen Truppen im besetzten Warschau. Der Aufstand dauerte 63 Tage und kostete ca. 16.000 Aufständischen und ca. 150.000 – 225.000 Zivilisten das Leben. Nach dem Ende des Aufstands zerstörten deutsche Truppen als Vergeltung systematisch die Stadtteile am westlichen Weichselufer, darunter polnische Archive und Denkmäler von unschätzbarem Wert.

Deutschland stand und steht zu seiner Verantwortung für die Verbrechen die an Polen in deutschem Namen und von deutscher Hand verübt wurden.