Gedenkfeier für die Opfer des Lagers Zgoda

Bild vergrößern Auf Einladung des Deutschen Freundschaftskreises Kreis Kattowitz fand am 17. Juni 2017 eine Gedenkfeier für die Opfer des Lagers Zgoda statt.

Alle zwei Jahre erinnert man sich an die Opfer zweier totalitärer Regime. Das Lager wurde von den Nationalsozialisten errichtet und seit 1943 als Außenlager des KZ Ausschwitz genutzt, ab Januar 1945 wurde es, nach dem Einmarsch der Roten Armee, als Arbeitslager für deutsche Zivilisten betrieben.

Vom Lager selbst ist heute nur noch das Tor zu sehen, vor dem Gedenktafeln in polnischer, deutscher und englischer Sprache auf die Geschichte des Lagers hinweisen und die Gräueltaten verkünden.

Die diesjährige Feier wurde von der Vorsitzenden des Minderheitenausschusses im polnischen Sejm, Frau Danuta Pietraszewska und dem Abgeordneten der deutschen Minderheit im polnischen Sejm, Herrn Ryszard Galla, besucht. Neben ihnen kamen zahlreiche Vertreter der polnischen Selbstverwaltung, der Deutschen Minderheit und die deutsche Konsulin aus Oppeln, Sabine Haake. In den Reden wurde aller Opfer des Lagers aus beiden Phasen des Lagers gedacht. Ohne Erinnerung an vergangene Taten könne keine gemeinsame verantwortungsvolle Zukunft entstehen.

Die Tatsache, dass dieses Jahr zum ersten Mal keine Zeitzeugen mehr anwesend waren, unterstreicht die Notwendigkeit, auch in der jüngeren Generation ein Bewusstsein für die Geschichte und ihre Orte zu entwickeln. Vertreter der polnischen Selbstverwaltung genauso wie Vertreter der deutschen Minderheit betonten deshalb die Notwendigkeit geeigneter Lehrangebote.

Gedenkfeier für die Opfer des Lagers Zgoda