Carl Maria von Weber Festival

 Bild vergrößern (© S.H. ) Vom 15. bis 17. Juni 2017 fand in der evangelischen Sophienkirche in Pokój (Bad Carlsruhe, Oberschlesien) das XIV. Carl Maria von Weber Festival statt. Das Eröffnungskonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel stellte durch das Spiel auf der komplett renovierten Orgel eine Weltpremiere dar.

Die Renovierung der Orgel wurde gefördert durch den Verein zur Erforschung und Erhaltung schlesischer Orgeln e.V. (VEESO), der Erika-Simon-Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland, die Arbeiten wurden durch die Firma Jehmlich Orgelbau aus Dresden durchgeführt

Die Evangelische Sophienkirche in Pokój wurde in den Jahren 1765 bis 1775 errichtet. Die erste Orgel wurde von Siegmund Puchert aus Oels im Jahre 1774 erbaut, seitdem erfolgten mehrere Umbauten bis zu ihrem heutigen Zustand.

Die Orgel verfügt über insgesamt 999 klingende Pfeifen. Von diesen stammen rund 424 Pfeifen aus dem Bestand der Vorgängerorgel. Mit rund 42 Prozent Anteil am Gesamtbestand ist dies aus orgelhistorischer Sicht ein durchaus bedeutsamer barocker Pfeifenbestand.

Dem Eröffnungskonzerten wohnten die deutsche Konsulin in Oppeln, Sabine Haake, der Bischof der Diözese Kattowitz, Marian Niemiec, sowie Vertreter der Stadt Pokój und des Fördervereins bei. Die Firma Jehmlich Orgelbau spendete darüber hinaus eine Orgelpfeife zur Sammlung von Spenden für den weiteren Unterhalt der Orgel. Die Besucher, auch Konsulin Haake, machten davon bereits regen Gebrauch.

Carl Maria von Weber Festival