Verleihung der “Brücken des Dialogs 2016“

 Bild vergrößern (© S.H.) An dem für die deutsch-polnische Geschichte so besonderen St. Annaberg kamen am Abend des 08. Dezembers Gäste und Preisträger zur dritten feierlichen Verleihung der „Brücken des Dialogs 2016“ zusammen.

Die „Brücken des Dialogs” werden in den drei Kategorien Institutionen, Nichtregierungs-organisationen und Menschen vergeben. Organisator und Initiator der Verleihung des Preises ist das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, das mit einer Jury zusammenarbeitet, die Mitglieder aus den unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens beinhaltet.

Mit der Verleihung der „Brücken des Dialogs” soll dazu beigetragen werden, dass die Verständigung zwischen der Minderheit und der Mehrheit in der Region fortgesetzt wird. Es soll gezeigt werden, dass die Förderung des Wissens über die Region und über ihre Stärken dem Aufbau der Zivilgesellschaft dient und eine Gesellschaft fördert, die im Lichte der Erkenntnis der historischen und kulturellen Erfahrungen offen ist, diese besondere Region zu gestalten und ihren besonderen Platz auf der Europakarte zu bewahren.

Der diesjährige Gewinner in der Kategorie Institution ist die Joseph-von-Eichendorff-Schule in Solarnia, die sich seit 20 Jahren für die Förderung der Mehrsprachigkeit, die Verbreitung des Wissens über die Region und die Vorbereitung der Jugendlichen auf ein Leben im gemeinsamen Haus Europa einsetzt.

In der Kategorie NRO wurde der Malapane-Tal-Verein in Ozimek ausgezeichnet, der sich seit 10 Jahren mit den unterschiedlichsten Vorhaben für die Schaffung eines historischen Bewusstseins der Lokalgemeinschaft engagiert. Besondere Erwähnung findet in diesem Zusammenhang die Leitung des Museums des Hüttenwesens im Malapane-Tal.

Herr Hubert Prochota, Diplom Musiklehrer an der Musikschule in Oppeln, wurde in der Kategorie Mensch für sein 30-jähriges Engagement in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Jugendaustausches über Musik ausgezeichnet. Seit 25 Jahren arbeitet er mit Partnerschulen aus Deutschland zusammen. Dank seines Engagements wurde mit der Oppelner Partnerregion Rheinland-Pfalz eine enge Zusammenarbeit aufgebaut, deren Höhepunkt jährliche Konzerte der Jugendorchester in Mainz und Oppeln darstellen.

Für seine ganz besonderen Verdienste wurde das Deutsch-Polnische Jugendwerk mit dem Sonderpreis „Goldene Brücken des Dialogs 2016“ ausgezeichnet. Im Jahr des 25-jährigen Jubiläums der Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags und des parallel abgeschlossenen Vertrags über die Einrichtung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks wurde die Organisation für ihren besonderen Einsatz um den Jugendaustausch gewürdigt. Seit 25 Jahren haben über 2,7 Millionen Jugendliche die Möglichkeit in rund 70.000 Projekten erhalten, sich gegenseitig kennen zu lernen. Durch die Förderung des Jugendwerks wurde die Begegnung junger Deutscher und Polen für ein freundschaftliches Miteinander gefördert und zu einem gut nachbarschaftlichen Verhältnis maßgeblich beigetragen. Die Laudatio für das Deutsch Polnische Jugendwerk hielt die Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Oppeln, Sabine Haake.

Weitere Informationen über das Deutsch-Polnische Jugendwerk finden sie hier

“Brücken des Dialogs 2016“