Deutsche Filmwoche 2015

Bild vergrößern Das Deutsche Generalkonsulat Breslau lädt ein zur 15. Ausgabe der Deutschen Filmwoche.

Eröffnet wird die Filmwoche mit Victoria, dem neuesten Werk von Sebastian Schipper. Dieser Film wurde im offiziellen Wettbewerb der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin – der Berlinale – mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Zuschauer und Kritiker waren gleichermaßen fasziniert von der Geschichte einer Berliner Nacht, die in einer einzigen Kameraaufnahme ohne jeglichen Schnitt gedreht wurde. Die polnische Premiere dieses Spielfilms erfolgt im Rahmen der Deutschen Filmwoche 2015.

Ein weiterer Höhepunkt der diesjährigen Filmwoche ist der deutsche Oscar-Kandidat für die Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ Im Labyrinth des Schweigens. Hauptdarsteller Alexander Fehling überzeugt in der Rolle eines jungen Staatsanwaltes, der sich im Deutschland der Nachkriegszeit gegen viele Widerstände dafür einsetzt, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten verfolgt und die Täter von Ausschwitz vor Gericht gestellt werden.

Der Spielfilm Wir sind jung. Wir sind stark befasst sich aus der Perspektive einer Gruppe Jugendlicher mit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992. Ein Thema, das heute ebenso brisant und aktuell ist wie auch schon vor über 20 Jahren.

Zeit der Kannibalen zeigt die menschlichen Abgründe einer Gesellschaft, in der Moral durch Zynismus ersetzt wird und Profitgier an erster Stelle steht.

Das Programm der Filmwoche wird komplettiert durch den Dokumentarfilm Art War, der die Aktionen und das Wirken von Straßenkünstlern während des Arabischen Frühlings in Ägypten festhält, das Drama Elixir, das sich um eine Berliner Künstlerkommune dreht, sowie die unterhaltsame und pfiffige Komödie Frau Müller muss weg.

Die Filmwoche startet in Oppeln am 2. November im Zuge der Tage der Deutschen Kultur. Es folgen Vorführungen in Krakau (ab dem 13.11), Posen (ab dem 16.11.), Breslau (ab dem 20.11.), Kattowitz (ab dem 23.11.) Grünberg (ab dem 27.11.) sowie in Kielce (ab dem 28.11.) und in Rzeszów (ab dem 07.12.).

Zum ersten Mal kommt in diesem Jahr unser Festival nach Rattibor: drei ausgewählte Filme werden im dortigen Kulturzentrum vorgeführt (ab dem 22.11.).

Organisatoren der diesjährigen Deutschen Filmwoche sind das Deutsche Generalkonsulat Breslau, das Nürnberger Haus Krakau, das Deutsche Generalkonsulat Krakau, German Films sowie das Goethe Institut Krakau, in den jeweiligen Städten gehören zu den örtlichen Organisatoren zudem das Kino Nowe Horyzonty Breslau, Kino ARS Krakau, Kino Światowid Kattowitz, Kino Muza Posen, Kino Meduza und Narodowe Centrum Polskiej Piosenki in Oppeln, Kino Newa Grünberg, die Universität Rzeszów und das Kino Moskwa Kielce, ebenso wie die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Oppelner Schlesien sowie Radio Mittendrin.

Details zum Programm und zu den einzelnen Filmen finden Sie darunter. Wir laden Sie herzlich ein, sich gemeinsam mit uns diese Filme anzusehen.

Victoria

Victoria

Victoria, eine Mitte-Zwanzigjährige Spanierin, lebt seit wenigen Monaten in Berlin und finanziert sich ihren Lebensunterhalt als Barista in einem Café. Wir lernen sie kennen, während sie alleine einen Nachtclub verlässt und auf der Straße von vier jungen Männern angesprochen wird, die sie versuchen zum Weiterziehen zu überreden.

Im Labyrinth des Schweigens

Labirynt kłamstw (Im Labyrinth des Schweigens)

Die Jahrzehntewende der 50/60-er Jahre bedeutete für Deutschland eine Zeit des Wiederaufbaus, Wirtschaftswunders, Zeiten der Feierns sowie des Konsums und des kräftezehrenden Ringens um das Vergessen vergangener Tage und deren Verbrechen. Der junge Staatsanwalt Johann Radmann beginnt seine juristische Laufbahn im Frankfurter Gericht mit der Durchsicht und Aufarbeitung von Fallakten, als er zufällig Zeuge einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen seinem Vorgesetzen und einem örtlichen Journalisten wird.

Zeit der Kannibalen

Zeit der Kannibalen

Zeit der Kannibalen ist eine großartig geschriebene und inszenierte Kapitalismus-Satire über die westliche Welt, deren Arroganz, Hochmut und Übermut gegenüber der verbleibenden ärmeren Weltbevölkerung. 

Frau Müller muss weg

Frau Müller muss weg

Die im Titel erwähnte Frau Müller ist Klassenlehrerin der Abschlussklasse an einer Dresdener Grundschule. Der fünfköpfige Elternbeirat, befugt von allen anderen Eltern der Klasse, vereinbart eine samstägliche Zusammenkunft mit der Lehrerin, um ihr mitzuteilen, dass sie ihre Entlassung veranlassen wollen.

Wir sind jung. Wir sind stark.

Wir sind jung. Wir sind stark.

Die Handlung des Films beruht auf wahren Begebenheiten, die sich im August 1992 in Rostock ereigneten. Nach der anfänglichen Euphorie über die Wiedervereinigung Deutschlands und der kurzweiligen Begeisterung über den Konsum-Lebensstil ihrer westlichen Brüder und Schwestern, empfand eine Vielzahl der Bürger der ehemaligen DDR Frustration und Enttäuschung.

Elixir

Elixir

André Breton lebt im Glashaus, einer alten Fabrik in Berlin-Mitte, in der provokative Künstler ihre Ateliers haben. Er selbst hält sich dort seit 15 Jahren auf, die verbleibenden Bewohner abhängig von ihren Bedürfnissen und Projekten, an denen sie jeweils arbeiten. Alle kommen aus dem Kreativgewerbe und versuchen ihre Stellung innerhalb der deutschen Hauptstadt zu finden.

Art War

Art War

Drehbuchautor Marco Wilms verweilte in Kairo als der Ausbruch des Arabischen Frühlings zum Sturz der Mubarak-Diktatur führte und die Muslimbrüder mit Präsident Mursi an der Spitze die Macht ergriffen. Der Regisseur hält die Aktivitäten der Straßenkämpfer fest, die die örtlichen Mauern für den Kampf um Freiheit, Würde und Demokratie nutzen.