48. Verbandsratssitzung des VdG und Konferenz zum Thema “500 Jahre Reformation

48. Verbandsratssitzung des VdG und Konferenz zum Thema “500 Jahre Reformation Bild vergrößern (© ZNSSK/VdG) Anlässlich seiner 48. Verbandsratssitzung blickte der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) auf das vergangene Jahr zurück und präsentierte seinen Arbeitsplan für das kommende Jahr. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem zwei Themen: Die Entwicklungsstrategie der deutschen Minderheit in Polen für die Jahre 2016-2021 und die weitere Vernetzung der deutschen Minderheit im europäischen Raum, hier vor allem die Kampagne zur Unterstützung der Minority SafePack Initiative. Von einem Team von Experten erarbeitet, enthält das Minority SafePack ein Bündel an Maßnahmen und konkreten Rechtsakten zur Förderung und zum Schutz der europäischen Minderheiten sowie der Regional- und Minderheitensprachen. Die Minderheiten wollten in einer noch nie da gewesenen, solidarischen Aktion eine Million Unterschriften für die Vielfalt in Europa sammeln.

Zu den wichtigsten Ereignisse im ersten Halbjahr 2017 zählten für den VdG zwei Treffen der Vertreter der Deutschen Minderheit in Polen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Start des Projektes „Ich liebe die Sprache“ und der Kongress der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN)in Klausenburg/ Rumänien.

Mit Applaus wurde das Grußwort von Generalkonsulin Elisabeth Wolbers aufgenommen, die die Unterstützung der Minderheit durch die Bundesregierung auch für die Zukunft zusicherte.

Im Anschluss an die Verbandsratssitzung eröffnete der Vorsitzende des VdG, Bernard Gaida, die Konferenz zum Thema „500 Jahre Reformation. Reformation in Schlesien, Pommern und Preußen“. Dabei betonte er, dass der Tagungsort nicht zufällig ausgewählt wurde, denn auch die deutsche Minderheit ist sich der Bedeutung der Reformation für die Geschichte Schlesiens und Deutschlands sehr bewusst. In der dreitägigen Konferenz diskutierten die Teilnehmer über die Bedeutung und Auswirkungen der Reformation in Polen und Schlesien. Sie betrachteten das Wirken Luthers auch aus katholischer Perspektive und analysierten die Werke Luthers als „Vater der deutschen Sprache“. Auch Kunst und Musik im Dienst der Reformation wurden als Thema behandelt, ebenso wie die Darstellung des Lebens der Protestanten von der Reformation bis zur Gegenwart.

48. Verbandsratssitzung des VdG und Konferenz zum Thema “500 Jahre Reformation

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