Dankurkunden an Vertreter der deutschsprachigen Gemeinden in Warschau

Botschafter Nikel hält die Laudatio Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft Warschau)

Botschafter Nikel sprach am 16. März 2017 aus Anlass der Überreichung von Dankurkunden an Vertreter der deutschsprachigen katholischen und evangelischen Gemeinde in Warschau.

Liebe Ulla Anton,

lieber Pater Sylwester,

sehr geehrter Pater Zenon,

sehr geehrter Herr Pastor Długosz,

sehr geehrter Herr Wandel,

sehr geehrter Herr von Kleist,

sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,

herzlich willkommen. Es freut mich sehr, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind.

Ich möchte am heutigen Abend einigen wichtigen Persönlichkeiten des deutschen katholischen und evangelischen Gemeindelebens in Warschau für ihr Engagement danken. Sie alle kümmern sich seit Jahren um die deutschsprachigen evangelischen und katholischen Gläubigen in Warschau und bieten ihnen, manchen nur für eine gewisse Zeit, ein geistliches Zuhause in Warschau.

Es ist mehr als recht, Ihnen in Anerkennung für Ihre herausragenden Dienste über die Jahre meine Dankurkunde zu überreichen.

Liebe Ulla Anton,

bereits seit 15 Jahren sind Sie als Gemeindereferentin die Stütze und Herz der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Warschau. Ihre herzliche und freundliche Art hat vielen die ersten Schritte in dieser Stadt erleichtert. Die Tiefe Ihres Glaubens und Ihre Hilfsbereitschaft in allen Lebenslagen sind tief beeindruckend.

Seit Jahren gestalten Sie den Gottesdienst und viele andere Veranstaltungen rund um die Gemeinde. Darüber hinaus bieten Sie an der Willy-Brandt-Schule katholischen Religionsunterricht an. Jedes Jahr freuen wir uns, wenn Sie mit den Sternsingern die frohe Botschaft auch bei uns verkünden.

Ihnen möchte ich ganz besonders für Ihre harte Arbeit in und für die katholische Gemeinde danken.

Sehr geehrter Pater Zenon,

Sie waren der erste Seelsorger der katholischen Gemeinde in Warschau, die – auf Ihre, Herr Lipscher, Initiative hin – bereits 1995 entstand. Kardinal Glemp betraute Sie, Pater Zenon, damals mit der Seelsorge der deutschen Katholiken in Warschau. Es waren die Zeiten nach dem Umbruch von 1989/90, die auch für die deutsch-polnischen Beziehungen einen Neuanfang mit sich brachten. Mit zunächst zwei Gottesdiensten im Monat ermöglichten Sie Begegnung im Glauben und Miteinander im Gebet. Zugleich bauten Sie an der fester werdenden Brücke zwischen unseren beiden Ländern und Völkern mit. Meinen herzlichen Dank dafür.

Lieber Pater Sylwester,

seit 12 Jahren sind Sie Seelsorger der katholischen Gemeinde in Warschau.

Dank Ihrer Spiritualität und Treue zum Wort Gottes hat sich die deutsche katholische Gemeinde über die Jahre zu einer festen Anlaufstelle für Deutsche in Warschau entwickelt. Die vielen Taufen, Kommunionen und Firmungen zeigen, wie die Gemeinde in die Zukunft wächst. Durch die inzwischen wöchentlichen Messen, ermöglichen Sie es, den Glauben auch in einem fremden Sprachfeld authentisch zu praktizieren. Sie leisten damit zugleich einen wichtigen Beitrag für die Integration der Deutschen in Warschau.

Pfarrer Wojciech Pracki kann heute leider nicht persönlich anwesend sein, so dass wir ihm die Dankesurkunde anderweitig zukommen lassen. Als die evangelische Gemeinde im Frühjahr 2011 gegründet wurde, übernahm Pfarrer Pracki ihre Betreuung bis zu seiner Berufung zum Pfarrer der Evangelisch-Augsburgischen Gemeinde Oppeln vor zwei Jahren.

Ein Dank an dieser Stelle ebenfalls an die Evangelisch-Augsburgische Kirche für die wichtige Unterstützung dieser Gemeindegründung und Ihren fortwährenden  Beistand.

Sehr geehrter Pfarrer Długosz,

Sie übernahmen nach dem Abgang von Pfarrer Pracki im September 2015 die seelsorgerische Betreuung der evangelischen Gemeinde. Ihrem Elan und Ihrer Hingabe verdankt die Warschauer Gemeinde Lebendigkeit und Klarheit bei der Auslegung des Wortes Gottes. Einen herzlichen Dank Ihnen und der Evangelisch-Augsburgischen Kirche Polens, dass Sie den deutschen Protestanten in Warschau einen Ort der Begegnung mit Gott und geistigen Beistand in guten wie in schwierigen Zeiten geben.

Ich hoffe, dass die Nähe zwischen polnischen und deutschen evangelischen Gläubigen gerade in diesem Jahr des 500. Jubiläums der Reformation besonders sichtbar wird. Gleichzeitig: wünsche ich Ihnen, dass Sie noch genügend Zeit für Ihre Doktorarbeit finden.

Sehr geehrter Herr Wandel, sehr geehrter Herr von Kleist,

was wäre eine Gemeinde ohne den Kirchenvorstand. Als Vorstandsmitglieder unterstützen Sie neben Ihren regulären beruflichen Tätigkeiten seit 4 Jahren die Gemeinde bei einer Vielzahl organisatorischer Aufgaben. Angefangen von der Pflege von Karteien, der Koordinierung von Gottesdienstterminen und Kirchenkaffees, bis hin zur hohen Kunst der Kommunikation mit Behörden. Vielen Dank für Ihrer beider Engagement bei der alltäglichen Ausgestaltung der Gemeindearbeit.

Ich darf Ihnen allen nun die Dankesurkunden überreichen.

Ich wünsche Ihnen allen, Ihren Familien und Freunden sowie allen Mitgliedern der deutschsprachigen Gemeinden in Warschau Gottes Segen.

Liebe Gäste, lassen Sie uns nun auf Ihrer aller Wohl anstoßen.

-- es gilt das gesprochene Wort --

16. März 2017

Dankesurkunden für das Engagement in Warschauer Kirchengemeinden

Botschafter Nikel und die ausgezeichneten Vertreter der deutschsprachigen Gemeinden

Botschafter Rolf Nikel dankte Akteuren der deutschsprachigen katholischen und evangelischen Kirchengemeinde in Warschau.