„Aussöhnung und Erinnerung” Seminar für Jugendliche aus dem Westbalkan in Kreisau

 Bild vergrößern (© Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung )

In Kreisau begann am 9. Oktober das erste Seminar für Jugendliche aus dem Westbalkan, das vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland und der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung organisiert wurde.


Ziel des Projekts ist es, Erfahrungen und Best Practices im Bereich der deutsch-polnischen Aussöhnung mit den Westbalkanstaaten zu teilen.

Vom 9. bis 13. Oktober sind achtzehn Studenten und junge Absolventen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Mazedonien und Serbien nach Kreisau und Breslau gekommen, wo sie eine Gruppe von zehn Gleichaltrigen aus Polen und Deutschland getroffen haben.


Das Seminarprogramm fasste um u.a. einen Besuch des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Groß-Rosen, einen Ausflug nach Görlitz/Zgorzelec, eine Besichtigung der Stadt Breslau, Vorträge zum Thema der deutsch-polnischen Aussöhnung sowie eine Präsentation des deutsch-polnischen Geschichtslehrwerks „Europa – Unsere Geschichte“. Zum Abschluss des Seminars gab es eine Feier im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau mit Teilnahme von Botschaftsvertretern der Westbalkanstaaten.


Die „Balkan-Sechs” sind Kandidaten bzw. potentielle Kandidaten für einen EU-Beitritt – Beitrittsverhandlungen führen bereits Montenegro und Serbien. Polen und Deutschland unterstützen die Westbalkanstaaten auf dem Weg der europäischen Integration, deren wichtiges Element auch der Aufbau guter nachbarschaftlicher Beziehungen und die Entwicklung der regionalen Zusammenarbeit ist.